03.05.2013

Niederschlags-Unabhängigkeit wird immer wichtiger

In der Landwirtschaft sind professionelle Bewässerungsanlagen längst als notwendige Infrastruktur erkannt. Prognosen für kommende Jahre zeigen, dass Wetterextreme künftig eher die Regel denn die Ausnahme sind. Nur eine automatisierte, regelmäßige Beregnung sorgt für optimalen Pflanzenwuchs und bestmögliche Erträge.

Das Wetter ist unwägbarer geworden, das zeigt ein kritischer Blick auf die weltweite meteorologische Entwicklung. Für die Landwirtschaft und deren Erträge sind solche Indifferenzen wirtschaftlich bedrohlich, denn nur Planungssicherheit ermöglicht eine verlässliche Unternehmensführung. Wenn die Vegetationszeit heuer von hohen Temperaturen, längeren Trockenzeiten und starker Verdunstung geprägt sein wird, wird eine automatisierte, regelmäßige Bewässerung zum ökonomisch entscheidenden Faktor.

Beispiel Kartoffelanbau: die Wurzeln des allseits gesunden, nahr- und schmackhaften Erdapfels reichen nicht besonders tief. Gerade auf eher sandigem Anbauboden, wo das Wasser unterhalb 50 Zentimeter absinkt, hat die Kartoffel Probleme mit einer zuverlässigen Wasserversorgung aus eigener Kraft. Vielfach reicht hier die Niederschlagsmenge nicht aus, um die Kartoffelerträge stabil zu halten. BJ Bewässerung rät hier schlicht aus wirtschaftlicher Notwendigkeit zu professionellen Bewässerungssystemen. Doch gerade bei schwierigen Wetterlagen lohnt die Investition. So verzeichnete das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung für 2012 eine um sechs Prozent geringere Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr. Tatsache ist auch, dass die Qualität der Kartoffeln bei regelmäßiger, gut dosierter Wasserversorgung signifikant besser wird. So steigt der Stärkegehalt der Kartoffel, die Knollen wachsen größer und die Anfälligkeit für Deformierungen, Wachstumsrisse und Schorf wird geringer.